Grüner Silvaner
Name
Die Herkunft ist nicht zweifelsfrei geklärt, eine Erklärung wäre die Herkunft Transsilvanien. Vielerorts heißt der Silvaner auch "Österreicher" oder "Franken". Im Elsass, der Schweiz und Norditalien wird die Sorte Sylvaner genannt, teilweise auch als Rhin, Gros Rhin, Johannisberg bzw. Johannisberger. In Österreich wird er auch als Grüner Zierfandel oder Ziehrfandler angeboten.
Aussehen
Das Blatt ist mittelgroß und mit seinen drei Lappen fast rund. Die Trauben wachsen dichtbeerig und auch im reifen Zustand sind sie intensiv grün. Beim Blauen Silvaner handelt es sich um eine Mutation. Auch er liefert Weißweine. Die Weine sind hellgelb bis leicht grünlich.
Anbau
Im frühen 19. Jahrhundert setzte eine Verbreitung des Silvaners ein. Er verdrängte zusehends die traditionellen Sorten Gutedel und Elbling von den Rebhängen entlang des Rheins. Er besetzte beinahe die Hälfte der gesamten deutschen Anbaufläche.
Heute sind es weit weniger als 7000 ha, die in Deutschland mit GS bestockt sind, der Bestand ist weiterhin rückläufig. Lediglich in Rheinhessen kann sich der Bestand unter der Sortenbezeichnung "Rheinhessen Silvaner" als Tischwein behaupten.
Franken gilt neben der Pfalz als Hauptanbaugebiet des GS. Besonders in Franken bildet der GS oft überraschend ausdrucksstarke Weine, der gut seine wenigen Vorzüge ins rechte Licht rücken kann. Aufgrund seiner Frostempfindlichkeit und seiner Ertragsunsicherheit sind die Bestände weltweit rückläufig. Der GS war jedoch vielfach Grundlage für Neuzüchtungen z. B. für den Bacchus, Morio-Muskat, Ehrenfelser und Rieslaner.
Klima
Der GS stellt generell recht hohe Ansprüche an Klima und Boden, wobei Frostfreiheit das Wichtigste ist.
Boden
Gedeiht schlecht auf trockenen und steinigen Böden.
Geschmack
Die ertragreiche Sorte liefert geradlinige, fruchtige und harmonische Weine mit in der Regel knackiger Säure. Die Weine sollten nicht zu lange gelagert werden, da sie ihre Frische und Frucht verlieren.